Dienstag, 11. August 2009

Rudi sprachlos

Zuerst war ich diese Woche sprachlos. Hatte doch der Ex Schalke Manager Rudi Assauer angekündigt, über einen britischen Sportwettenanbieter wöchentlich seinen "Senf" zur Bundesliga abzugeben.
Unter Rudis Zündstoff wollte er im Dunstschweif einer stinkenden Zigarre per Internet der Welt zeigen, was für ein großer Macher er immer noch ist.

Doch seit heute ist das Schalker Urgestein wieder sprachlos.
Die Bezirksregierung in Düsseldorf droht ihm mit einem 100.000 Euro Zwangsgeld falls er diese Werbung weiter betreibt.
Rudi will sich aber nicht einschüchtern lassen und weitermachen.

Vielleicht werden die 100.000 Euro ja auch als "Schmerzensgeld" an die Leser seines Blogs verteilt. Denn die hätten sie verdient.

Donnerstag, 23. April 2009

Scheiß Bimmelkasten

Vor ein paar Tagen saß ich auf einer Bank vor dem Krankenhaus und warte auf meine Frau. Interessiert beobachtete ich die Menschen die das Krankenhaus verließen. Die Stimmungen waren sehr unterschiedlich, doch eines hatten die meisten gemeinsam. Ihr erster Griff ging zum Handy.

Das Flugzeug hatte noch nicht einmal richtig aufgesetzt, herrschte größte Unruhe unter den Passagieren. Kaum war das Anschnallzeichen erloschen begann der große Sturm Richtung Ausgang. Warum so eilig? Toilette? Nein, das Handy rief.

Frankfurt-Marathon : "Schatz, ich bin jetzt bei km 21, ich hänge ein bisschen nach, aber ich melde mich später noch mal."

Was haben alle Szenarien gemeinsam? Ein Anruf oder eine SMS muss jetzt raus.
„Ich bin da“, „Wo bist Du“, „Was machst Du“. Weltbewegende Mitteilungen von Menschen die immer und überall erreichbar sein müssen oder wollen.

Aber es geht auch anders. Zumindest gestern haben Millionen Menschen stundenlang wie in den guten, alten Zeiten des letzten Jahrhunderts uninformiert ausharren müssen.

Und das Erstaunliche war, auch ohne „ich bin jetzt da“ oder „ich bin jetzt weg“, war die Welt nicht untergegangen. An den Haltestellen der Straßenbahn kamen Menschen plötzlich wieder zusammen ins Gespräch. In den Restaurants speisten ganze Tische wieder miteinander ohne durch skurrile Klingeltöne gestört zu werden.
Lächelnde Menschen statt gestresste Telefonierer.
Danke Telekom, fast hätten wir die Wichtigkeit des Handy überschätzt.
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Donnerstag, 12. März 2009

Bis dann, Ihr Lutscher! Ich bin mal weg!

Nach ein paar zarten Versuchen ist sie schon wieder weg. Die Sonne!

Und die miese Laune vieler Zeitgenossen kehrt sofort zurück.
Haben die Leute denn keine Regierung, keinen Bundestrainer oder Ehepartner der dafür einmal die Verantwortung übernimmt? Muss ich denn für alles wieder alleine den Kopf hinhalten.

Der Rentner vor der Tür drückt mit bösem Blick auf seine Uhr aus, was er von meiner Pünktlichkeit hält. Nämlich nichts, obwohl es noch 3 Minuten bis zur Ladenöffnung sind. Auch der nächste Kunde hat den Teufel im Laib und motzt mich aus nichtigem Grunde an. Seinetwegen komme ich aber für einen Moment zu spät ans Telefon was mir gleich die nächste Schelte einbringt.
Auf meinem Schultern lastet auch das nächste Problem. Warum kann ich einem Arbeitslosen samt Frau und 4 Balgs in den Sommerferien keinen All- Inklusive -Urlaub für unter 1000.00 Euro anbieten?


Ich muss ins Freie bevor sich meine Hände zu einem Würgegriff formen.
Nachdem ich die Parkplätze vor der Tür von den Hundehaufen der Balkonienurlauber gesäubert habe naht bereits das nächste Unheil. Eine Blondine mit hochrotem Kopf beschwert sich lautstark über ein Strafzettel für falsches Parken. „In dieser Scheißstadt kann man nicht einmal in Ruhe einkaufen“ schreit sie aus voller Kehle und wirft das Strafmandat in meinen Hundehaufen.

„Ich habe fertig“, dem nächsten Nörgler werde ich entgegenrufen „Bis dann, Ihr Lutscher! Ich bin mal weg!“
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Freitag, 6. März 2009

Internetfreundschaften


Briefe an "liebe" Spams



Hallo liebe
Susan, Kellie, Betty, Karen, Patricia,
Hellen und wie Ihr noch alle heißt

Es ist wirklich lieb wie Ihr Euch um mich kümmert. Denn über meine Potenzprobleme spricht sonst keiner mit mir. Wie auch, ich habe sie bisher noch niemanden gebeichtet. Auch meine Frau scheint noch nichts von dieser peinlichen „Schwäche“ bemerkt zu haben. Es scheint also zu stimmen, dass ich ein außerordentlich guter Schauspieler sein soll. Das hat übrigens meine Frau festgestellt.
Aber wie seit Ihr dahinter gekommen. Das würde mich brennend interessieren. Vielleicht schreibt Ihr mir mal. Aber bitte nicht jede einzeln. Macht einen Brief zusammen und unterschreibt alle.
Ich schließe Euch alle in mein Nachtgebet ein
Hans

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Hallo lieber James und Volker.

Ihr müsst mich verwechseln. Andauernd wollt Ihr mich zu einer Penisvergrößerung überreden. Das möchte ich aber meiner Frau nicht antun. Sie macht so wie es ist einen sehr zufriedenen Eindruck.
Ich schließe Euch beide in mein Nachtgebet ein
Hans
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Hallo liebe Jana, Isabel und Monique

Ich habe ein Alter erreicht in dem das Gedächtnis manches mal nicht mehr so ganz mitmacht.
Wie konnte ich nur die schöne Zeit im Urlaub mit Euch vergessen.
Es ist aber ganz toll, dass Ihr mir gleich Bilder im Anhang mitgeschickt habt.
Aber das herunterladen der Bilder hat einfach nicht geklappt. Jedes mal hat mein Computer anstelle eines Fotos nur komische Zeichen oder ein schwarzes Bild gesendet.
Vielleicht könnt Ihr mir ein paar Abzüge schicken, damit kann ich auch besser bei meinen Kumpels angeben.
Ich schließe Euch alle in mein Nachtgebet ein
Hans



Sonntag, 1. März 2009

Dopingfreie Zone


Ralf Ranrick ist das Lachen vergangen. Kann ein Bundesligatrainer so blauäugig sein und annehmen, dass seine grünen Jungs aus Hoffenheim einen Sonderstatus bei den Dopingkontrollen haben? Selbst bei den Bayern „soll“ es so etwas nicht geben.

Ja manche glauben sogar zu wissen, dass Doping im Fußball überhaupt nichts bringt. Paul Breitner scheint das (mal wieder) besser zu wissen. Ihm sind zu seiner aktiven Zeit sogar Spieler mit Schaum vor dem Mund begegnet. (Quelle Weltonline)

Der Radfahrer Stefan Schuhmacher ist zwar zweimal positiv gestestet aber ist sich keiner Schuld bewusst. Da die Welt um ihn herum ist ja so schlecht und ungerecht ist, will er die B-Proben die seine Unschuld beweisen könnten, erst zu gegebener Zeit öffnen lassen. Ob es dann nicht schon zu spät für ihn ist. Denn sein Vertrag ist schon gekündigt.

Auch hinter dem Unschuldslächeln unseres Olympiasiegers Matthias Steiner könnte sich ein Doper verbergen. So jedenfalls Dopingexperte Werner Franke. Ob sich Viel und Gerne- Sprecher Franke mit dieser Aussage wieder einmal eine Klage einhandeln wird ist noch fraglich. Richtig ist jedoch, das Steiners Trainer Frank Mantek in der DDR zu aktiven Zeiten selbst gedopt hatte. Ob man das verlehrt?

Übrigens, Olympia blieb weitgehens von Doping verschont. Weder Amerikaner noch Russen und auch keine Chinesen fielen sonderlich auf. Oder kann man anders sagen ; keine Krähe kratzt der anderen ein Auge aus.
Nur wir Deutschen sind scheinbar unserer Zeit voraus. Die Sportler sind clean, die Pferde gedopt. Respekt; sich an widerspruchslosen Schutzbefohlenen zu vergreifen.

Das neue Dopingmittel AICAR stellt angeblich wenig Gefahr dar. Denn es soll sehr, sehr teuer sein.
Stimmen aber die Aussagen zur Wirksamkeit, dann sollen Mäuse in Tests bis zu 40% schneller geworden sein.
Ob das Geld unser Doper dafür wirklich nicht reicht.